Als Polizeihunde werden Hunde bezeichnet, die im Dienst der Ordnungsbehörden stehen. Das können auch Grenzschutz, Zoll oder zum Beispiel die Bundeswehr sein. Die offizielle Bezeichnung ist deshalb Diensthund. Diensthunde durchlaufen ein spezielles Training, bei dem sie auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Nicht alle Hunde müssen dabei lernen, einen Angreifer zu attackieren, gerade im Zoll werden Diensthunde darauf trainiert, bestimmte Stoffe zu erschnüffeln.

Hunde, die bei der Polizei arbeiten, können verschiedene Aufgaben wahrnehmen. Als Schutzhunde werden sie in der Regel eingesetzt, um Personen oder Objekte zu schützen. Sie haben hierbei meistens eine abschreckende Wirkung und sollen Personen durch Bellen daran hindern, zum Beispiel ein Gebäude zu betreten oder in einen abgesperrten Bereich einzudringen.

Andere Polizeihunde werden als Spürhunde eingesetzt. Sie kommen zum Beispiel zum Einsatz, wenn ein Verdächtiger in unwegsames Gelände geflohen ist oder sich in der Dunkelheit versteckt. Einige der Hunde sind auch in der Lage, Sprengstoffe und Waffen sowie Drogen aufzuspüren und damit den Beamten bei ihrer Arbeit zu helfen.

70 Tage lang Ausbildung zum Polizeihund

Rechtlich sind Polizeihunde ein Hilfsmittel der körperlichen Gewalt und damit eine Art verlängerter Arm des Hundeführers. In Österreich wird der Einsatz von Diensthunden über das Waffengebrauchsgesetz geregelt.

Viele der Hunde werden in Polizeihundesportvereinen aus- und weitergebildet, bei denen ausgebildete Trainer die Tiere von klein auf kennen und auf ihre zukünftige Arbeit vorbereiten. In der Grundausbildung, die etwa 70 Tage dauert, lernt der Hund die Grundlagen des Aufspürens von Materialien und Personen, das Stellen einer Person und wichtige Befehle wie Sitz, Fass, Aus. In fast allen Vereinen wird heute mit Positivtraining gearbeitet. Die Tiere werden nicht für Fehler bestraft, sondern gelobt, wenn sie etwas richtig gemacht haben. Zwangsmaßnahmen sind heute nicht mehr in der Ausbildung angebracht.

Die häufigsten Rassen sind Schäferhunde, Boxer, Rottweiler, Dobermann, Airedale-Terrier und Riesenschnauzer. Zum Aufspüren eignen sich auch kleinere Rassen wie Terrier oder Spaniel sowie Retriever.